Prioritäten setzen: Funktionierende Werbung vs „Kreativität“

„They worship at the altar of creativity. I occasionally use the hideous word
myself, for lack of a better.“ – David Ogilvy (in Bezug auf Werbeagenturen)

In der Werbeindustrie, bezeichnet man mit dem „Kreativen“ das Werbetexten, grafische Design und Produktionsarbeit, welche in eine Werbeanzeige oder Direkt-Mail Paket gehen. Das ist aber eine gefährliche knappe Formulierung, da man daraus folgern könnte, dass „kreative Werbung“ auch „kreativ“ sein sollte, im Sinne von fantasievoll, innovativ, originell, etc. Daraus entstand die Besessenheit der Werbeindustrie mit Awards und Anerkennung von Kollegen aus der Branche, selbst wenn dies auf Kosten erfolgreicher Resultate geht. Tatsächlich streben viele Agenturen nach Kreativität nur um des Kreativitäts Willen, ohne jegliche Beachtung, was sich tatsächlich verkauft und was nicht.

Der kluge Geschäftsmann besteht auf das gegensätzliche Vorgehen: 100% Entscheidungstreffung und Urteil basierend auf dem „was funktioniert“, und sonst nichts.

Dabei ist es sehr schwierig, persönliche Vorlieben, Meinungen von Freunden und Familienmitgliedern, Anerkennung der Branchenkollegen, Branchen Tratsch, Awards,… nicht zu beachten. Doch keines dieser Dinge bringt Ihnen auch nur einen Euro auf dem Bankkonto ein.

Wenn Sie vorsichtig alle preisgekrönten Werbeanzeigen, Direkt-Mail-Kampagnen, Fernsehwerbungen,… hinsichtlich ihrer Resultate vergleichen, werden Sie herausfinden, dass die Mehrheit aller Award-Gewinner bei den Verkäufen Resultats-Verlierer sind.

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